Ummelden in Dortmund: Frist, Unterlagen und die Liste, die alle vergessen
Nach dem Umzug innerhalb von zwei Wochen ummelden: was die Bürgerdienste Dortmund brauchen, wie du den Termin bekommst – und die 12 Stellen, die sonst noch die neue Adresse wollen.
Der Umzug ist der einfache Teil. Der schwere kommt danach: Zwölf Stellen wollen die neue Adresse, und eine davon hat eine Frist mit Bußgeld. Hier die Reihenfolge, in der es Sinn ergibt.
Die Frist: zwei Wochen
Nach § 17 Abs. 1 Bundesmeldegesetz musst du dich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug anmelden – gerechnet ab dem Tag, an dem du tatsächlich in der neuen Wohnung wohnst, nicht ab Mietbeginn. Wer es verpasst, riskiert ein Bußgeld; in der Praxis drückt Dortmund bei ein paar Tagen ein Auge zu, bei Monaten nicht.
Wo und wie in Dortmund
Zuständig sind die Bürgerdienste der Stadt Dortmund. Es gibt mehrere Standorte – Innenstadt (Südwall) und die Bezirksverwaltungsstellen in Hörde, Hombruch, Aplerbeck, Brackel, Eving, Huckarde, Lütgendortmund, Mengede und Scharnhorst. Termine gibt es online über das Serviceportal der Stadt; ohne Termin ist man je nach Tag Stunden dort.
Mitbringen:
- Personalausweis oder Reisepass – aller Personen, die umziehen (Kinder eingeschlossen)
- Wohnungsgeberbestätigung – das Formular, das dein Vermieter unterschreibt. Ohne sie keine Anmeldung. Bei Eigentum: Kaufvertrag oder Grundbuchauszug.
- Bei Familien: Heirats- oder Geburtsurkunden, wenn die Bürgerdienste sie noch nicht haben
Die Adresse auf dem Personalausweis wird direkt geändert (Aufkleber), beim Reisepass steht keine Adresse. Das Ummelden selbst kostet nichts.
Die Liste, die alle vergessen
In dieser Reihenfolge, weil die ersten drei Frist oder Geld kosten:
- Bürgerdienste – siehe oben, zwei Wochen.
- Kfz-Zulassungsstelle – die Adresse im Fahrzeugschein muss geändert werden, in Dortmund an der Zulassungsstelle in Hörde. Bei Umzug innerhalb der Stadt bleibt das Kennzeichen.
- Nachsendeauftrag bei der Post – am besten schon vor dem Umzug stellen, dann kommt nichts an die alte Adresse.
- Strom und Gas – in Dortmund meist DEW21 als Grundversorger; alten Vertrag mit Zählerstand abmelden, neuen anmelden. Zählerstände am Umzugstag fotografieren.
- Internet und Telefon – Umzug beim Anbieter beantragen, oft mit mehreren Wochen Vorlauf. Der teuerste Fehler auf dieser Liste.
- Rundfunkbeitrag – Adresse online ändern, sonst gibt es irgendwann zwei Beitragskonten.
- Bank und Versicherungen – Girokonto, Haftpflicht, Hausrat (die Hausratversicherung muss die neue Wohnfläche kennen, sonst ist man unterversichert).
- Arbeitgeber, Krankenkasse, Finanzamt – das Finanzamt wechselt bei Umzug innerhalb Dortmunds nicht.
- Kita, Schule – bei Schulwechsel läuft das über das Schulverwaltungsamt.
- Ärzte, Apotheke, Abos, Online-Händler – die letzten drei merkt man erst, wenn das Paket beim Nachmieter liegt.
- Elster, Ausweis-App, Führerschein – Führerschein braucht keine Adressänderung.
- Freunde und Familie – die Adresse in der Weihnachtskarte, nicht per Sammelmail.
Der Trick mit dem Zählerstand
Am Umzugstag in beiden Wohnungen alle Zähler fotografieren – Strom, Gas, Wasser, mit Datum im Bild. Bei uns macht das die Kolonne mit, wenn du es sagst. Das Foto ist das Einzige, was zählt, wenn der Vermieter oder der Versorger später eine andere Zahl im Kopf hat.
Adressen, Fläche, Etagen – in 90 Sekunden siehst du die Spanne, ohne Anmeldung.
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